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02.10.2019

Mit dem Oldtimer unterwegs

Jetzt weiß ich erst, wie schön sich Autofahren anfühlen kann. Wie viel näher man der Landschaft sein kann, wie viel intensiver sich alles empfinden lässt, wenn man in einem Oldtimer-Cabrio auf Pass- und Nebenstraßen von Dorf zu Dorf unterwegs ist. Zum Beispiel in einem dunkelblauen Jaguar-Cabrio Baujahr 1959 – in einem Morris MG-A oder einem Mercedes 190 SL aus den Fünfzigern, einem Austin Healey 3000 oder einem Alfa Romeo Giulietta aus den Sechzigern.

Ich mochte gar nicht mehr aussteigen – und habe das Dreiländereck (Österreich, Italien, Slowenien) kaum schöner erlebt als jetzt mit dem historischen Cabrio. Fahrgefühl und Fahrerlebnis sind einfach ganz anders als in einem modernen Auto: Das hat etwas Nostalgisches, es hat Romantik. Und vor allem hat es Klasse! Dabei geht es nicht mal um die Menschen am Straßenrand, die einem hinterherschauen, mit dem Handy Bilder machen, manchmal winken.

Es geht um einen selber – um dieses Reisegefühl, als hätte man die Zeit nicht nur angehalten, sondern zurückgedreht.

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29.08.2019

Zaya Nurai Island vor Abu Dhabi

An Bord eines Speedboat geht es an den privaten Millionärsinseln vor Abu Dhabi mit all ihren Palästen vorbei nach Zaya Nurai Island. Da ist schon die Anreise ein Erlebnis! Ein paar Dutzend Inseln gibt es hier, eine knappe Viertelstunde dauert die Überfahrt – und am schönsten ist sie im Fahrtwind an Deck. Was mich erwartet, ist ein Luxus-Resort auf einer Privatinsel: weitläufig, elegant, mit privaten Pools, größter Diskretion, mit mehreren Restaurants, hellen Sandstränden. Die Besitzer: eine einheimische Immobilien-Unternehmerin und ein Mitglied der Herrscherfamilie Abu Dhabis. Ihr Traum: aus Nurai Island eine Insel im Malediven-Look zu machen. Mehr lesen

29.07.2019

Mnemba Island Lodge

Wahrscheinlich ist es einfach alles zusammen, was diesen Flecken Erde im Ozean so unaustauschbar macht – Mnemba Island mit seiner Lodge 20 Bootsminuten vor dem äußersten Nordostzipfel von Sansibar. Es ist dieser grandiose afrikanische Sternenhimmel so nah am Äquator – dieses Gefühl, sich nachts am Strand einfach einen Stern mit ausgestrecktem Arm vom Himmel pflücken zu können. Sie wirken zum Greifen nah. Und es ist dieser Genuss, dort im Freien zusammen mit maximal 24 anderen Gästen zu Abend zu essen, wenn überall Kerzen und Öllampen aufgestellt sind. Es sind diese nur zwölf Hütten auf der Insel, in denen es an nichts fehlt und die doch absichtlich eher einfach wirken. Und, na klar, es ist ebenso der Zauber bei Tag: der weiße Sand, das türkisfarbene Meer, die Wildnis, der hellblaue Himmel. Die Summe aus alldem ist etwas ganz Großes. So groß, dass man so schnell nicht mehr weg möchte. Mehr lesen

27.06.2019

Six Senses Bhutan

Was nach einer Reise in dieses verwunschene Königreich im Himalaya bleibt? Es ist dieses Lächeln der Menschen dort, das offenbar ansteckend ist. Man nimmt es mit nach Hause. Ebenso wie diese entspannte Gelassenheit, diesen Ausdruck von Zufriedenheit. Was aus Bhutan bleibt, ist das Gefühl von Glück. Etwas Besseres habe ich noch nie von einer Reise mitgebracht. Dabei begann alles mit einem Sichtflug nach Paro auf etwa 2400 Metern Höhe: links vorm Fenster viele Kilometer weit Berge und Täler, rechts dasselbe. Als ob man ins Fantasyland einfliegt und immer neue Gebirgszüge im Tiefflug umkurvt. Wie oft habe ich dabei gedacht: gut, dass der Pilot sich hier auskennt und das andauernd macht!

Ich habe Bhutan als Land von betörender Schönheit erlebt, vom ersten Moment an irgendwie anmutig, ursprünglich, alles andere als überrannt. Dazu blitzsauber, fast plastikfrei. Schon die Zöllner bei der Einreise tragen Tracht statt Uniform. Eine Ampel gab es in der Stadt Thimphu mal, sie hat zu viel Stress bereitet. Jetzt hat ganz Bhutan gar keine mehr. Mehr lesen

28.05.2019

Samadhi Ocean Resort

Wie originell, wenn ein Hotel keine Adresse hat. Wenn es auf den Weltmeeren zuhause und doch kein Kreuzfahrtschiff ist. Wenn es überall sein kann, wo es Wasser unter dem Kiel hat: zwischen den Kanaren, im Golf von Neapel oder an den Gestaden der Liparischen Inseln zum Beispiel. Das „Samadhi Ocean Resort“ kommt ganz ohne Adresse aus: ein Katamaran unter Segeln mit dem Lebensgefühl eines Luxusresorts und einer Wohlfühl-Philosophie, die Weitererzählwert hat. Mich hat es gepackt, als ich kürzlich das erste Mal davon gehört habe. Ich liebe das Meer, diese entspannte Zeit auf dem Wasser, wenn es einerseits an nichts fehlt – und andererseits nichts stört. Ich mag es, den Tag mit Yoga auf polierten Planken einer Jacht zu beginnen, danach einen frisch gepressten Orangensaft zu trinken – und mich in größter Entspannung auf all das zu freuen, was noch kommen mag.

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